Rene auf dem Ohridsee!

Rene Pausar auf dem barra 12.6 von SIREN SUPsurfing auf dem Ohrid See in Albanien

Stand Up Paddling öffnet ein Tor zu einer Welt voller Freiheit, Stille und unvergesslicher Abenteuer. Besonders auf exotischen Seen entfaltet dieser Sport seine ganze Magie – so auch auf dem geheimnisvollen Ohridsee, wo René Pausar mit seinem SIREN Barra 12.6 die Grenze von Albanien nach Nordmazedonien überquerte. Was er dort erlebt hat, reicht von stillen Momenten auf spiegelglattem Wasser bis zu Augenblicken, in denen die Natur ihm ihren rauen Charakter zeigte. Diese außergewöhnliche Reise wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten. Und vielleicht inspiriert euch Renés Erlebnis ja, uns auch eure eigenen SUP-Abenteuer mit Fotos zu schicken – denn eure Geschichten machen diese Welt erst richtig lebendig. Wir freuen uns darauf, mit euch gemeinsam abzutauchen in die schönsten Gewässer der Welt.

Viel Spass beim Lesen:

 

Die Grenzerfahrung

Rene Pausar auf dem barra 12.6 von SIREN SUPsurfing auf dem Ohrid See in AlbanienHallo,
mein Name ist René Pausar, ich bin begeisterter Stand‑Up‑Paddler seit dem Sommer 2021.
Begonnen haben meine Paddelabenteuer auf dem heimischen Marbachstausee mitten im schönen Odenwald, zusammen mit meinen Freunden Corni und Hauke.
Noch im selben Sommer brachen wir zu neuen Abenteuern auf und verließen hin und wieder die gewohnte Homebase, um neue Ufer zu entdecken.

Seither waren wir auf allen möglichen Seen, Flüssen und sogar auf dem Mittelmeer mit unseren SUPs unterwegs.

Da ich ein paar Jahre zuvor meinen VW‑Bus zum Camper ausgebaut hatte und seither auf diese Art meine Urlaube verbringe, bot sich das SUP als leicht verstaubares Spiel‑ und Spaßgerät perfekt für meine Reisen an.

Die folgende Geschichte fand während meines Urlaubs 2023 statt, als ich in drei Wochen allein den Balkan bereiste.

Während dieser Zeit wollte ich so viele Länder wie möglich betreten, was in dieser Region Europas kein Problem ist.
Dummerweise hatte ich keine grüne Versicherungskarte an Bord, sodass man mich an der nordmazedonischen Grenze abwies und ich in Albanien bleiben musste.

In dieser Region liegt der wunderschöne Ohridsee, der älteste See Europas und der zweitgrößte See auf dem Balkan.

Eine Paddeltour auf diesem Gewässer stand für diesen Urlaub ohnehin auf meiner Bucket List, und so beschloss ich, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.

Nach einer erholsamen Nacht im Bus startete ich am späten Vormittag vom albanischen Westufer bei bestem Wetter und spiegelglatter Wasseroberfläche mit meinem SIREN Barra Race i‑SUP.
Mein Ziel: das gegenüberliegende Seeufer in Nordmazedonien.

Rene Pausar auf dem barra 12.6 von SIREN SUPsurfing auf dem Ohrid See in AlbanienAn diesem Tag war recht wenig Betrieb auf dem See; jedenfalls konnte ich nur einige Fischerboote in der Ferne beobachten.
Angespornt vom blauen Himmel, dem tiefblauen und extrem ruhigen Wasser zog ich das Paddel Schlag um Schlag weiter und konnte es kaum erwarten, das felsige Ostufer aus der Nähe zu erkunden.

Es machte mich ein wenig stutzig, dass auf diesem traumhaften Gewässer so wenig Bootsverkehr herrschte.
Bei einer Tour auf dem Comer See im Hochsommer hatte ich zwei Jahre zuvor ganz andere Bedingungen erlebt.

Irgendwann am Nachmittag hatte ich endlich mein Ziel erreicht und mir zur Belohnung einen Snack und ein kühles Bier in einem Strandlokal gegönnt.
Danach ging es noch – mit einigen Schnorchelpausen – an der Felsküste entlang, bevor ich wieder in Richtung meines Startpunktes aufbrach.

Das nordmazedonische Ostufer des Ohridsees ist landschaftlich deutlich interessanter, da hier das glasklare Wasser des Sees von hohen Felsen eingerahmt wird.
Das albanische Westufer ist großteils flach und mit Schilf bewachsen.

Auf dem Rückweg, auf dem wieder so gut wie kein Boot zu sehen war, setzte Gegenwind ein, sodass das Vorankommen stetig schwieriger wurde und ich den größten Teil der Strecke sitzend paddeln musste.
Die letzten zwei Kilometer waren eine richtige Tortur, aber glücklicherweise kam ich an meinem Startpunkt noch vor Sonnenuntergang an.

Rene Pausar auf dem barra 12.6 von SIREN SUPsurfing auf dem Ohrid See in AlbanienAnmerkung: Die Navigation erfolgte mit meinem Handy und einem Screenshot von Google Maps.

Nachdem ich mir einen Schlafplatz für die Nacht gesucht hatte, beschloss ich, noch auf ein Getränk in die Dorfkneipe zu gehen.
Typisch für Dorfkneipen ist wohl weltweit, dass man als Fremder und Nicht‑Stammgast direkt auffällt und früher oder später angesprochen wird.
In diesem Teil der Welt funktioniert das mal mehr, mal weniger gut mit Händen und Füßen. 😉

Die freundlichen Kneipengäste waren daran interessiert, warum ein Deutscher hier am Ende der Welt Urlaub macht und was man hier so unternimmt.

Als ich die Erlebnisse des Tages erzählte, wurden einige Augen ganz groß, und mir wurde auf einmal bewusst, dass ich sehr viel Glück gehabt hatte.
Einer der Dorfbewohner erzählte mir, dass ein Grenzübertritt strafbar sei und deshalb kein Fischerboot bis zur Seemitte fahre.
Es war für alle Anwesenden unvorstellbar, dass jemand mit einer Luftmatratze und einem Paddel über den kompletten See fährt – und so musste ich mit den Locals darauf erst einmal einen Schnaps trinken.

Rene Pausar auf dem barra 12.6 von SIREN SUPsurfing auf dem Ohrid See in AlbanienIch werde diese Tour definitiv nicht noch einmal paddeln.
Falls ich jedoch noch einmal in diese Region kommen sollte, werde ich definitiv wieder auf dieses herrlich glasklare Wasser gehen – dann aber entweder in Albanien oder in Nordmazedonien.

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